Nach der Windows-Anmeldung starten zahlreiche Programme von selbst — Sync-Dienste, Eingabemethoden, Grafiktreiber, Chat-Apps und mehr. Vieles davon ist nicht unbedingt nötig, verlängert aber Start und Anmeldung und beansprucht Arbeitsspeicher sowie Prozessorleistung. Gleichzeitig möchten Sie manchmal bewusst ein Werkzeug hinzufügen, das direkt nach dem Anmelden bereitsteht.
Der Startup Manager in Windows Manager führt die gängigsten Auto-Start-Orte in einem Fenster zusammen: Registry Run und RunOnce, die Startup-Ordner der einzelnen Benutzer sowie Microsoft Store (UWP)-Apps. Sie können Einträge aktivieren oder deaktivieren, Prozesse sofort starten und beenden, stapelweise aufräumen und per Assistent neue Starteinträge anlegen. Wie in der Programmhilfe beschrieben: Grün markiert neu hinzugefügte Einträge, Rot ungültige (fehlende Zieldatei), Grau deaktivierte.
Im Folgenden geht es um Aufbau und Bedienung des Hauptfensters, den Alltag mit vorhandenen Starteinträgen, fünf Wege zum Hinzufügen sowie die Option Disable auto-startup feature in den Einstellungen und den Bereich Advanced Startup.
Im Hauptfenster von Windows Manager wählen Sie:
Optimizer → Startup Manager
Es öffnet sich ein eigenständiges Fenster. Falls Windows Manager noch nicht installiert ist, steht die Testversion auf der Download-Seite bereit. Für Einträge unter „All Users“ empfiehlt sich der Start mit Administratorrechten.
Das Fenster gliedert sich in drei Bereiche:
Farben (wie in der Programmhilfe):
In der Statusleiste sehen Sie die Gesamtzahl der Listeneinträge sowie den genauen Speicherort des markierten Elements, etwa einen Registry-Pfad. Über ? oben rechts öffnen Sie die Kurzhilfe; dort führt ein Link „Online Help“ zu dieser Seite.

Klicken Sie auf General Startup, um alle gängigen Orte zusammengefasst zu sehen, oder klappen Sie Startup-Ordner und Registry einzeln auf. Windows-Apps bilden eine eigene Kategorie; dort gelten andere Regeln — Löschen, Pfad bearbeiten und Goto File stehen nicht zur Verfügung.
Setzen oder entfernen Sie das Häkchen in der Liste. Bei Registry-Einträgen verschiebt das Programm den Wert zwischen Run und Run- (deaktiviert); bei Startup-Ordnern wandert die Verknüpfung in den Unterordner DisableStartup; bei Windows-Apps wird der zugehörige State-Wert angepasst. Alternativ markieren Sie einen Eintrag und nutzen Enable/Disable in der Symbolleiste oder das Kontextmenü.
Bei gültigen Win32-Einträgen oder Windows-Apps startet Start das Programm sofort; Stop beendet einen laufenden Prozess — ganz ohne Abmeldung. Praktisch, wenn Sie testen möchten, ob ein Eintrag noch korrekt funktioniert.
Mit F5 oder Refresh lesen Sie die Liste neu ein, wenn Sie Registry oder Ordner außerhalb des Programms geändert haben.
Die wichtigsten Schaltflächen oben im Fenster:
Per Rechtsklick auf einen Eintrag oder in den freien Listenbereich erreichen Sie Enable/Disable, Batch-Aktionen, Delete, Goto File, Edit und Query — jedoch nicht Refresh, Add, Settings oder Exit.
Klicken Sie in der Symbolleiste auf Add. Im Dialog legen Sie Type, Target (vollständige Befehlszeile), Name (Anzeigename in der Liste) und Section (Speicherort) fest. Nach dem Bestätigen ist der neue Eintrag standardmäßig aktiviert und erscheint in der Liste oft grün markiert.
Wenn der Pfad zu einer .exe- oder .bat-Datei bekannt ist, tragen Sie ihn ein, wählen ihn per Durchsuchen oder ziehen die Datei per Drag-and-drop in das Zielfeld. Der Name wird aus der Dateibeschreibung übernommen und kann angepasst werden. Weicht Ihr eigener Name von der Beschreibung ab, setzt das Programm beim Speichern ein _ vor den Namen.
Starten Sie von einer bereits installierten Anwendung aus dem Startmenü. Das Programm öffnet den Start Menu Manager im Auswahlmodus; nach dem Markieren einer Verknüpfung werden Ziel und Name automatisch ausgefüllt.

Für Shell-Werkzeuge, Systemsteuerungs-Applets oder MMC-Konsolen. Über Windows Utilities wählen Sie den gewünschten Eintrag; Ziel und Name werden eingetragen — gelegentlich in Form wie explorer.exe shell:::{...}.

Wenn das Programm bereits läuft, wählen Sie es aus der Prozessliste. Das Zielfeld erhält automatisch den Pfad zur ausführbaren Datei; bestimmte Systemdienst-Prozesse werden herausgefiltert.

Für Microsoft Store- bzw. UWP-Apps. Nach der Auswahl in der App-Liste schreibt das Programm einen Eintrag in der Form explorer.exe shell:appsFolder\... — geeignet, wenn eine Store-App direkt nach der Anmeldung starten soll.
Beim Hinzufügen oder Bearbeiten legen Sie fest, wohin der Eintrag geschrieben wird. Übliche Optionen:
HKLM.HKCU.Empfehlung: Persönliche Software gehört meist unter Current User; soll ein Programm für alle Konten starten, wählen Sie All Users — dafür sind in der Regel Administratorrechte nötig. Für dauerhaften Auto-Start eignen sich Run oder der Startup-Ordner; RunOnce wird vom System nach einmaligem Start oft wieder entfernt. Einträge unter Others (RunOnceEx, RunServices usw.) lassen sich in der Liste einsehen, stehen im Add-Assistenten aber nicht zur Auswahl.
Über Others → Advanced Startup öffnen Sie ein separates Fenster für tiefer liegende Registry-Startpunkte: Winlogon (Shell, Userinit), AppInit DLLs, Shell-Ausführungshooks, Active Setup und ähnliche Einträge. Sie können sie aktivieren, deaktivieren, löschen, auf Standard zurücksetzen oder per Goto File das Ziel anzeigen. Ändern Sie hier nur Werte, deren Bedeutung Ihnen bekannt ist.
Unter Others starten Sie außerdem den Service Manager und den Task Scheduler Manager. Beide ergänzen Run und Startup-Ordner, weil Dienste und geplante Aufgaben ebenfalls Programme beim Systemstart oder bei der Anmeldung ausführen können.
Neben dem einzelnen Abwählen in der Liste bietet der Startup Manager eine systemweite Sperre: Klicken Sie in der Symbolleiste auf Settings, um den Dialog Tweak Settings zu öffnen. Oben rechts in der Titelleiste finden Sie wieder ? für Kurzhilfe; im Hauptbereich liegt die Gruppe Disable auto-startup feature mit sechs Kontrollkästchen für die gängigsten Auto-Start-Orte.
Nach dem Ankreuzen und Klick auf OK weist das Programm darauf hin, dass Sie neu starten oder sich abmelden müssen, damit die Änderung wirksam wird. Anschließend starten weder bestehende noch künftig hinzugefügte Einträge an den gesperrten Orten mehr mit Windows — strenger als das Deaktivieren einzelner Häkchen und wirksam auch gegen unbekannte Software, die sich erneut in Run oder den Startup-Ordner einträgt.
Die Texte im Dialog entsprechen den Knoten im Positionsbaum links, etwa „Disable all startup items in [Registry\All Users\Run]“:
HKLM).HKCU).Sie können alle sechs Optionen auf einmal aktivieren oder nur die Kategorien sperren, die Sie wirklich einschränken möchten — etwa ausschließlich Current User\Run, während systemweite Einträge unter All Users erhalten bleiben.
Die Optionen stehen in einem Dialog, greifen technisch aber unterschiedlich — das erleichtert späteres Zurücksetzen:
DisableLocalMachineRun, DisableCurrentUserRun, DisableLocalMachineRunOnce und DisableCurrentUserRunOnce. Entfernen Sie das Häkchen, bestätigen Sie mit OK und starten Sie neu — der jeweilige Run- oder RunOnce-Ort ist wieder nutzbar.DisableStartup verschoben; der ursprüngliche Startup-Ordner entfällt. Beim Abwählen der Option verschiebt das Programm die Dateien zurück. Das entspricht dem Prinzip beim Deaktivieren einzelner .lnk-Dateien in der Hauptliste, gilt hier aber für den gesamten Ordner.Hinweis: Diese Sperre gilt nicht für Windows-Apps (UWP), Advanced Startup, Dienste oder geplante Aufgaben. Wer Auto-Start wirklich umfassend einschränken will, sollte zusätzlich Service Manager und Task Scheduler Manager nutzen (Abschnitt 8).
Disable auto-startup feature sperrt eine ganze Kategorie von Startorten. Die Häkchen in der Hauptliste verwalten hingegen einzelne Programme, solange der jeweilige Ort noch grundsätzlich erlaubt ist. Ist ein Run-Schlüssel durch Richtlinie gesperrt, erscheinen seine Einträge zwar weiter in der Liste, starten aber nicht mehr mit dem System — nach dem Aufheben der Sperre und einem Neustart können Sie dort wieder gezielt aktivieren, was gebraucht wird.
Laut Programmhilfe verkürzt die Funktion Startzeiten, reduziert Hintergrundlast und senkt das Risiko unerwünschter Auto-Start-Programme. Zum Zurücksetzen entfernen Sie die Häkchen in diesem Dialog und starten neu, oder aktivieren einzelne Einträge wieder in der Hauptliste.
DeleteInvalidItems räumt das Programm sie auch automatisch auf.Tipp: Beim ersten Aufräumen deaktivieren Sie lieber die Hälfte der verdächtigen Einträge, starten neu und prüfen, ob alles noch läuft — statt auf einmal alles abzuschalten und ein wichtiges Werkzeug zu vermissen.
Der Startup Manager gehört zu den zentralen Werkzeugen der Kategorie Optimizer in Windows Manager. Er ergänzt Einstellungssicherheit und Move System Folders: Während jene Module Systemeinstiegspunkte bzw. Ordnerpfade regeln, kümmert sich dieser Bereich um Programme beim Start und nach der Anmeldung. Details zu allen Funktionen finden Sie auf der Produktseite.
Loslegen: Windows Manager herunterladen und unter Optimizer → Startup Manager öffnen.